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Angst am Arbeitsplatz: Wie man damit umgehen kann

Der Arbeitsplatz ist der Ort, an dem wir einen Großteil unserer Zeit verbringen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich hier auch Ängste und Sorgen manifestieren können. Die Angst am Arbeitsplatz kann verschiedene Ursachen haben und sich auf unterschiedliche Weise äußern. Dabei handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Problem, das sowohl die psychische Gesundheit der Betroffenen als auch die Produktivität und Effizienz eines Unternehmens beeinträchtigen kann.

 

Eine der häufigsten Ängste am Arbeitsplatz betrifft die Angst, nicht den Erwartungen gerecht zu werden, oder vor Versagen. Dies kann dazu führen, dass Mitarbeitende übermäßig hart arbeiten, um ihre Leistung zu verbessern, oder sie sogar perfektionistisch werden. Jedoch kann diese Angst auch zu Stress und Burn-out führen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen und sich bewusst zu machen, dass niemand perfekt ist. Fehler gehören zum Lernprozess dazu und sollten als Chance zur Verbesserung gesehen werden.

Eine weitere häufige Angst am Arbeitsplatz ist jene vor Konflikten oder Auseinandersetzungen mit Kollegen und Kolleginnen oder Vorgesetzten. Sie kann dazu führen, dass Mitarbeitende ihre Meinung zurückhalten oder unangemessenes Verhalten tolerieren. Um diese Angst zu überwinden, ist es essenziell, Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln sowie Konflikte offen anzusprechen. Denn eine offene Kommunikation kann dazu beitragen, Missverständnisse zu beseitigen und eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Eine weitere Form der Angst am Arbeitsplatz ist die Angst vor Veränderungen. Neue Projekte, Umstrukturierungen oder technologische Entwicklungen können Unsicherheit und Angst hervorrufen. Um diese Ängste zu bewältigen, ist es wichtig, sich auf Veränderungen einzustellen und offen für neue Möglichkeiten zu sein. Weiterbildungen und Schulungen können dazu beitragen, das eigene Wissen und die Fähigkeiten zu erweitern und so das Selbstvertrauen zu stärken.

Die Auswirkungen von Angst am Arbeitsplatz sind nicht zu unterschätzen. Sie können sich in körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Magenproblemen äußern. Aber auch psychische Probleme wie Depressionen, Burn-out oder Angststörungen können die Folge sein. Überdies kann Angst die Leistungsfähigkeit und Motivation der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Unternehmen sollten daher ein großes Interesse daran haben, Ängste am Arbeitsplatz zu erkennen und zu reduzieren. Dies lässt sich durch eine offene Kommunikationskultur, regelmäßige Feedbackgespräche sowie eine gesunde Work-Life-Balance erreichen. Auch die Förderung von Teamgeist und sozialen Kompetenzen kann dazu beitragen, Ängste zu reduzieren.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Mitarbeitende, die unter Ängsten leiden, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen können. Unternehmen können den Zugang zu psychologischer Beratung oder Coaching erleichtern (z. B. durch ein EAP). Auch die Sensibilisierung der Führungskräfte für das Thema Angst am Arbeitsplatz trägt dazu, dass Betroffene frühzeitig erkannt und unterstützt werden.

Angst am Arbeitsplatz ist ein ernst zu nehmendes Problem, das nicht unterschätzt werden sollte. Unternehmen die dieses Thema aktiv angehen, Führungskräfte befähigen mit betroffenen Personen umzugehen und ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen, ihre Ängste zu überwinden, ermöglichen das die Beschäftigten ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten und einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können.